Steinerne Stiege

Steinerne Stiege Ausblick Richtung Inntal und Kufstein
Steinerne Stiege Ausblick Richtung Inntal und Kufstein

Die Steinerne Stiege ist der geheime Zugang zum Hintersteiner See. Die meisten Besucher fahren von Söll über die Straße zum See fahren, um von dort den Hintersteiner See Rundweg zu wandern. Nur wenige Geübte trauen sich den Weg von der Bundesstraße 173 über die Steinerne Stiege zum See zu wandern. Das liegt wohl auch an den wenigen Parkplätzen am Ausgangspunkt. Dabei könntest du diese Tour perfekt mit dem regionalen Bus anfahren. Wir haben die Wanderung in Tirol ausprobiert und geben dir alle Informationen für diese Tour.

So kommst du zum Ausgangspunkt

Am besten erreichst du den Ausgangspunkt für die Steinerne Stiege in Söll mit dem Bus. Er fährt ab Kufstein bzw. Söll entlang der B173. Zwischen den beiden Orten befindet sich die Bushaltestelle, hier zur Orientierung in Google Maps. Hier verkehrt die Buslinie 4902. Im Bereich der Bushaltestellen finden sich wenige Parkplätze für die, die früh genug dran sind, einen freien Parkplatz zu bekommen.

Steinerne Stiege Söll wandern

Von der Straße B173 findest du mehrere Schilder, die den Aufstieg weisen. Über die beschilderten Wege geht es bergwärts und du erreichst bald die eigentliche Steinerne Stiege. Sie ermöglicht den Zugang aus dem Tal zum Hintersteiner See. Steil und unwegsam ist das Gelände hier. Durch die Felsen geht es hinauf. Ohne Stufen und Sicherung wäre das keine Wanderung sondern eine alpine Tour.

Der Wilde Kaiser zeigt sich hier mit einer steilen Felswand - ohne Steinerne Stiege wäre hier kein Weg zum Wandern
Der Wilde Kaiser zeigt sich hier mit einer steilen Felswand – ohne Stiege wäre hier kein Weg zum Wandern

Dank der sehr gut gesicherten Anlage, können aber alle trittsicheren Wanderer hinauf. Heute ist die Steinerne Stiege nicht mehr komplett aus Stein. An manchen Stellen sind die Tritte im Stein erhalten, meist erfolgt der Aufstieg aber über hölzerne Stiegen. An den beiden steilsten Stellen sind zwei stählerne Leitern errichtet. So geht es die meisten Höhenmeter dieser Wanderung nach oben.

Die Steinerne Stiege ist nicht nur aus Stein, sondern auch aus Stahl und Holz
Die Steinerne Stiege ist nicht nur aus Stein, sondern auch aus Stahl und Holz

Bevor du die Wiese unterhalb des Hagenhof erreichst, quert eine markante Rohrleitung den Weg. Sie gehört zum Wasserkraftwerk, das bereits 1904 gebaut wurde. Vermutlich hängt der Bau dieser Druckleitung mit dem Entstehen der Steinernen Stiege zusammen. Mit Handarbeit wurde damals das Kraftwerk von Josef Steinbacher (ehemaliger Bürgermeister aus Schwoich) und Michael Widschwentner (Gastwirt aus Scheffau) errichtet. Der Steig dürfte der Zustieg zum Bau der Fallrohre gewesen sein. Rund 200 Höhenmeter sind es bis zum Ende des Steigs.

Via Hagenhof zum Hintersteiner See wandern

Oberhalb der Steinernen Stiege verläuft der Wanderweg über die Wiese
Oberhalb der Steinernen Stiege verläuft der Wanderweg über die Wiese

Der steile Weg geht in einen Pfad über, der durch den Wald führt. Danach kommt ein Wiesenweg. Das Hochtal weitet sich und der Blick ist wunderschön. Nächstes Zwischenziel ist ein schöner Bauernhof, der Hagenhof. Er befindet sich direkt auf dem Weg zum Hintersteiner See. Unterhalb des urigen alten Hofes führt der Wanderpfad vorbei.

Das rustikale alte Bauernhaus beim Hagenhof - zwischen Steinerner Stiege und Hintersteiner See
Das rustikale alte Bauernhaus beim Hagenhof – zwischen Steinerner Stiege und Hintersteiner See

Bald ist die Pension Maier erreicht, wo erstmals der Hintersteiner See zu sehen ist. Er liegt von hier in einem Becken. Die Pension liegt zugleich am Hintersteiner See Rundweg. Du kannst somit die Steinere Stiege als Zustieg nutzen, um danach einmal rund um den See zu wandern. Bis hierher ist die Frequenz an Wanderern gering – auf dem Seerundweg ändert sich das. Dafür ist die Landschaft einfach nur schön. Schau hier die Beschreibung vom Hintersteiner See Rundweg.